18.09.2019 11:15
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Lebensmittel
Rosenkohl: Das Superfood
Im September beginnt die Rosenkohlzeit. Das Gemüse mit dem charakteristischen Geschmack liefert Vitamine für Herbst und Winter.

1587 finden sich im heutigen Belgien erste Hinweise für den Rosenkohlanbau in Europa. Dieser Ursprung ist noch immer in den französischen und englischen Bezeichnungen des Rosenkohls zu finden (Choux Bruxelles oder Brussels sprouts - Brüsseler Kohl). Erst im 19. Jahrhundert verbreitete sich Rosenkohl als typisches Wintergemüse in ganz Europa. 

Der Rosenkohl ist eine zweijährige Pflanze und eine Varietät des Gemüsekohls. Er stellt wenig Ansprüche an Klima und Boden und verträgt er Kälte sehr gut. Darum wird Rosenkohl kaum im Gewächshaus produziert.

Früher meinte man, dass die späten Sorten, welche einen ersten Frost durchlebt haben, eine bessere Qualität aufweisen. Frühe und späte Sorten sind jedoch geschmacklich genau gleich. Die Rosenkohlsaison dauert von September bis Dezember, späte Sorten sind bis Februar verfügbar. 

Wirkung gegen Schnupfen

Rosenkohl enthält viele Vitamine sowie Magnesium und Eisen. Ausserdem enthält die Pflanze viel Vitamin B1. Dieses soll gegen Konzentrationsschwäche und belastete Nerven helfen. Auch eine Wirkung gegen Schnupfen wird dem Rosenkohl nachgesagt. Gerade im Winter ist eine solche Vitaminbombe hilfreich. Schon 100 Gramm Rosenkohl decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C. 

Hauptanbauländer für Rosenkohl sind die Niederlande, Grossbritannien und Frankreich. Das Berner Seeland ist mit 85% der gesamten Inlandproduktion das Hauptanbaugebiet in der Schweiz. Letztes Jahr wurden in der Schweiz 1'252 Tonnen Rosenkohl angebaut und 550 Tonnen importiert. Pro Kopf und Jahr konsumieren Schweizer 210 Gramm des Gemüses. 

Rosenkohl kann als Salat oder als Gemüse zubereitet werden, muss jedoch vorher gekocht werden, da Rosenkohl nicht zum rohen Verzehr geeignet ist. Rosenkohl ist nicht lange haltbar und sollte schnellstmöglich konsumiert werden. Das Gemüse lässt sich jedoch sehr gut gefroren aufbewahren. 

Gefüllter Kapaun (Masthahn)

Für 4 Personen 

Zutaten

•Kapaun - 1 Stück

•Fleischbouillon - 5 Deziliter

•Rosenkohl - 300 Gramm

•Kastanien, gekocht - 200 Gramm

•Knoblauchzehen - 2 Stück

•Pinienkerne - 40 Gramm

•Schweinsbrät (luganighetta) - 200 Gramm

•Olivenöl - 5 EL

•Birnen - 2 Stück

•Lorbeer - 1 Blatt

•Salbei - 5 Blatt

•Rosmarin - 1 Zweiglein

•Senf - 1 EL

•Salz und Pfeffer - nach Belieben

Zubereitung 

1. In einer Schüssel das Oel, den gepressten Knoblauch, die Salbeiblätter, den Rosmarinzweig, den Senf, Salz und Pfeffer verrüren und beiseite stellen. 

2. Den Rosenkohl mit dem Lorbeer im Salzwasser kochen. Abtropfen lassen und halbieren. Die gekochten Kastanien dazugeben und alles mixen. 

3. Die Birnen schälen und in Würfel schneiden.

4. Das Schweinsbrät, die Füllung mit dem Rosenkohl und die Kastanien, die Pinienkerne und die Birnenwürfel vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5. Den Kapaun innen und aussen mit Salz und Pfeffer würzen.

6. Die Füllung in den Kapaun hineingeben.

7. Mit einem Faden die Öffnung zunähen.

8. Mit der vorbereiteten Oel- und Kräutermischung bepinseln.

9. Im vorgeheiztem Ofen bei 180°C für circa 2 Stunden backen. Ab und zu mit Bouillon begiessen. 

Autor/ Quelle: Associazione Donne Contadine Ticinesi/landwirtschaft.ch

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