13.11.2018 12:26
Quelle: schweizerbauer.ch - Esther Schneiter
Blog
Stierkälberserie hält an
Nach den Blogs aus Neuseeland, von der Alp Meienfall im Diemtigtal und der Alp Pfidertschegg im Eriz, bloggt Esther Schneiter wieder auf www.schweizerbauer.ch. Nun aus ihrem Leben als Lehrerin, Landwirtin und Lernende.

Das Wetter ist unglaublich, wieder sind zwei Wochen vergangen, in welchen wir mit Sonne verwöhnt wurden. Irgendwie kann ich kaum realisieren, dass nun schon Mitte November ist. Doch das Wetter kommt uns in jeder Hinsicht zu Gute.

Ahorn oberhalb der Hütte wurde versetzt

Auf der Pfidertschegg hat sich der Bagger nun um die Hütte vorgearbeitet und eine Rundumfahrt ist möglich. Auch der etwa 20 jährige Ahorn vor der Hütte wurde versetzt, so dass die Kühe nun durch einen Treibweg auf die Weide marschieren können, und nicht mehr über die Strasse und Terrasse. Bis auf wenige Details ist der Rohbau abgeschlossen. 

Alperschliessung noch nicht abgeschlossen

Es fehlen noch die definitiven Grabenverbauungen. Hier wurden provisorisch Rohre eingelegt. Bei Graben zwei bis vier gibt es Furten. Es werden Schalen in die Strasse betoniert, so dass das Wasser vom Graben oberflächlich über die Strasse fliessen kann.

Dies ist relativ Wartungsarm und bei heftigen Gewittern sicher. Bei den anderen zwei Gräben dürfen wir Maulprofile, also mannshohe, „unförmige“ Rohre verlegen. Auch die Feinplanie wartet noch, diese wird im Frühjahre eingebaut.

Stierkälberserie hält an

Wie auch die Strassenarbeiten verläuft es bei uns im Stall weiterhin sehr gut. Alle Tiere sind wohlauf. Was uns etwas neckt ist die weiterhin anhaltende Stierkälberserie. Von den letzten sieben Geburten gab es lediglich ein Kuhkalb, und das gehört der Rasse Limousin an.

Wir leben von der Aufzucht und sind auf die Kälber, welche im nächsten Sommer die steilen Weiden grasen, angewiesen. So bleibt uns nichts anderes übrig als einige zu kaufen. Doch der Markt ist momentan klein, jedenfalls an Bio-Tieren.

Gute lineare Beurteilung

Die lineare Beurteilung letzte Woche war für uns sehr erfreulich. Den jährigen SF-Stier, den wir nun in den kommenden Monaten zum Decken der Rinder einsetzen wollen, wurde mit der durchschnittlichen Note 81 eingestuft.

Die zwei Erstkalbinnen, welche wir beurteilen liessen, erzielten die Noten 83 und 84. Das sind für unseren Betrieb sehr gute Werte, wir freuen uns. Vor allem Elisa, die Simmentalerkuh, welche an der Viehschau abkalbte und 83 erzielte, freut mich sehr. Sie ist momentan die einzige SI-Kuh in unserer Herde.

Etwas überrascht waren wir ab Rika. Töbu hat sie als erstlaktierende Kuh, als er den Betrieb übernahm gekauft. Nun steht sie in der fünften Laktation und wurde für die Bestnote Excellent vorgeschlagen. Rika ist eine charakterstarke und problemlose Kuh, welche sehr viel leisten will und kann.

Einstallen Mitte November

Am vergangenen Montag kam der Lohnunternehmer die Jauche ausbringen, rund 350 Kubikmeter hat er auf den umliegenden Wiesen ausgebracht. Somit ist die Weidesaison für die Kühe und die trächtigen Rinder beendet. Auch die jährigen Rinder werden wir diese Woche noch in den Stall holen.

Gras war nicht mehr viel, wegen des schönen Wetters hätten wir die Tiere wohl noch einige Tage draussen gelassen. Nun sind wir aber froh, dass die Jauchegrube leer ist. Denn wenn der Lohnunternehmer so viel Arbeit hat, war es zu ungewiss, ob er zu einem späteren Zeitpunkt, noch vor dem Schnee, hätte kommen können.

Letzte Wintervorbereitungen

Das Einstallen der Tiere zeigt an, dass der Winter wohl doch noch kommen wird. Wir sind mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt. So müssen wir die restlichen Zäune in Fahrni abbauen, auf der Pfidertschegg die Ställe verschrauben und auch die 27 Rinder scheren.  An Arbeit wird es uns nicht mangeln und dennoch freue ich mich auf eine ruhigere Zeit.

 

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