16.09.2019 09:07
Quelle: schweizerbauer.ch - mgt
Veranstaltung
"Vo Puur zu Puur" war ein Erfolg
Wenn die Zürcher Bauernfamilien ihre Türen öffnen, dann ist «vo puur zu puur». Die Veranstaltung fand am Sonntag bereits zum zehnten Mal statt.

Sonniges Spätsommerwetter, angenehme Temperaturen: Ein perfekter Tag für einen Ausflug, ein perfekter Tag für «vo puur zu puur». So priesen die Verantstalter den Anlass an.  Den Auftakt zur diesjährigen Ausgabe der Veranstaltung bildete ein gut besuchter Gottesdienst auf dem Birkenhof.

Einmal selber Gemüse ernten, das Kinderschwingen besuchen oder die heimischen Produkte an den Marktständen entdecken: Die acht Landwirtschaftsbetriebe hatten ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. «Wir haben uns viel vom heutigen Tag erhofft und sind durchaus positiv überrascht», so Winzermeisterin Eveline Heusser. Familie Heusser pflegt seit vielen Jahren eine Stall- und Feldgemeinschaft mit Familie Pfister vom Birkenhof.

"Bauer ist auch Unternehmer"

Am Nachmittag begrüsste der diesjährige OK-Präsident, Ivan Rüegg, die Gäste zur Pressekonferenz. «Die Betriebe, welche heute ihre Tore für die Bevölkerung öffnen, zeigen wie auf modernen Landwirtschaftsbetrieben produziert wird», hielt Rüegg in seiner Ansprache fest.

Im Anschluss referierte Martin Neukom, Regierungsrat und Baudirektor des Kantons Zürich. «Der Bauer ist heute nicht nur Lebensmittelproduzent sondern auch Unternehmer», stellte er fest. Und auch wenn es verschiedene Themen gebe, welche zwischen den Parteien für Unstimmigkeiten sorgen, so solle nicht mit dem Zeigefinger aufeinander gezeigt werden. Gemäss Neukom ist die Interessensabwägung entscheidend und die daraus erfolgende Verbesserung der Situation.

Arbeit für 10 Personen

«Auf diesem Betrieb gibt es keine Kühe mit Höchstleistungen, keine Spitzenerträge auf den Feldern und keinen Melkroboter», stellte Martin Pfister anschliessend den Birkenhof in Uster vor. «Aber hier gibt es für zehn Personen Arbeit, 70 Kühe liefern Milch, es wird kein Futter zugekauft und die Biodiversität gelebt.»

Anlässlich der Pressekonferenz wurde das Wort auch kurz an die drei Spitzenkandidaten des Zürcher Bauernverbandes für die diesjährigen Nationalratswahlen gegeben: Martin Haab, Martin Hübscher und Martin Farner. Von 1848 bis 2015 war stets mindestens ein Zürcher Bauer in Bern vertreten. Dann änderte sich dies und erst seit diesem Sommer darf mit Nationalrat Martin Haab wieder auf einen Bauern gezählt werden. Die drei Martin sind sich einig: «Uns Bauern braucht es in Bern.»

Im kommenden Jahr ist die Veranstaltung «vo puur zu puur» am Sonntag, 20. September 2020, zu Gast im Bezirk Andelfingen.

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